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Genfood

Regelung in der EU:
Für Lebens- und Futtermittel aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) gibt es in der Europäischen Union (EU) jetzt eigene Regelungen.
Die ersten Regelungen sind seit November 2003 in Kraft und werden seit April 2004 angewendet. Die neuen Verordnungen über gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel verschärfen die Vorschriften für die Kennzeichnung und Zulassung.

Zusätzlich wurden Bestimmungen zur Rückverfolgbarkeit und zum Schutz der Umwelt neu eingeführt. Futtermittel werden damit rechtlich mit den Lebensmitteln auf eine Ebene gestellt, zudem sieht die Verordnung eine Ausweitung der Kennzeichnungspflicht auf alle aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellten Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe und Aromen vor.

Für Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe gelten die gleichen Kennzeichnungsvorschriften wie für Lebensmittel. Eine ganz wichtige Änderung wurde auf dem Bereich der Kennzeichnungspflicht getroffen! Bisher galt das Nachweisprinzip (d. h. eine Kennzeichnung muss nur dann erfolgen, wenn die gentechnische Veränderung im Endprodukt nachweisbar ist), nun das Anwendungsprinzip (d. h. kennzeichnungspflichtig sind alle Produkte, die aus einem GVO hergestellt werden, unabhängig von der Nachweisbarkeit im Endprodukt).

Was heisst dies nun für unsere Hunde?
Kennzeichnungspflichtig sind Futtermittel dann, wenn diese genetisch veränderte Organismen enthalten oder aus diesen hergestellt werden, wie etwa Öl aus gentechnisch verändertem Raps, Stärke aus genetisch verändertem Mais.

Nicht kennzeichnungspflichtig

    • Enzyme und andere technische Hilfsstoffe, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikrooragnismen hergestellt werden, müssen jedoch nicht gekennzeichnet werden.
      Die Enzymproduktion kann auf unterschiedliche Weisen erfolgen, wie etwa mittels der Optimierung enzymproduzierender Mikroorganismen. Hier werden solche Mikroorganismen verändert, die das gewünschte Enzym von Natur aus bilden - wenn auch in geringen Konzentrationen - damit diese mehr Leistung bringen. Oder auch mittels eines Transfer von Enzym-Genen auf Mikroorganismen, hier werden Enzym-Gene isoliert und auf andere Mikroorganismen übertragen, welche das gewünschte Enzym von Natur aus nicht bilden kann. Erst das neue Gen stimuliert eine Enzymausschüttung.
      Da zwischen den genetisch veränderten Mikroorganismen, welche die Enzyme produziert haben, und dem fertigen Futtermitteln mehrere Verarbeitungsstufen liegen und die veränderten Mikroorganismen durch ein spezielles Verfahren ausgeschieden wurden, gilt die Anwendung von Gentechnik “nur” als indirekt und ist damit nicht mehr kennzeichnungspflichtig.
    • Zusatzstoffe, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden. Beispiel der Farbstoff Riboflavin (Vitamin B2) oder auch Glutamat. Genmanipulierte Mikroben produzieren mittlerweile auch das Vitamin C.
      Der Trick an der Sache, wenn man dies so sagen darf: die genetisch veränderten Zusatzstofflieferanten werden durch ein spezielles Verfahren ausgeschieden und die enstandenen Zusatztstoffe anschliessend gereinigt.
      Diese Art der Anwendung gilt somit dann “nur” noch als indirekte Anwendung von Gentechnik und ist damit nicht mehr kennzeichnungspflichtig. Die Mikroorganismen wandeln - nach heutigem Kenntnisstand - lediglich Stoffe um, gehen jedoch nicht in das Produkt über.
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(Aktualisiert Juli 2010)