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EPI

Bauchspeicheldrüsenerkrankungen bei Hunden
Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)
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• Ursachen für die EPI

• Fütterungspläne für Hunde mit EPI
• Diätvorschläge mit CH Proteinquellen

I. Grundsätzliches
Der exokrine Teil der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert Verdauungssäfte bzw. Verdauungsenzyme (Lipase, Amylase, Trypsin, Chymotrypsin, Peptidasen etc.), die maßgeblich an der Verdauung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten beteiligt sind. Darüber hinaus stellt die Bauchspeicheldrüse bestimmte Salze (Bicarbonatsalze) zur Verfügung, die den angemessenen pH-Wert für eine optimale Enzymtätigkeit im Verdauungstrakt garantieren.

Was ist eine Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI)?
Bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) kommt es infolge einer Zerstörung bzw. Atrophie (Schwund) der sekretproduzierenden Zellen zu einer mehr oder weniger eingeschränkten Verdauungsenzymproduktion und somit zu einer reduzierten Abgabemenge in den Dünndarm.
Dieser Mangel an Enzymen führt zu einer mangelhaften Verdauung, wobei anfangs in der Regel vornehmlich Fettverdauungsstörungen auftreten. Die ungenügende Fettverdauung führt dazu, dass ein zu hoher Anteil an unverdauten Fetten die Mikroflora des Dickdarms überschwemmt und diese in ihrer Nährstoffaufnahme von Vitaminen, Elektrolyten und Spurenelementen behindert. Hierdurch bedingt wird der Kot breiig bis durchfällig.
Aufgrund des hohen Anteils an unverdauten Futterbestandteilen führt diese Erkrankung darüber hinaus zu einer übermäßigen Vermehrung von belastenden Darmbakterien, wodurch sich nach einiger Zeit Blähungen und Darmschleimhautschädigungen einstellen. In diesem Stadium ist der Futterzustand des Hundes in der Regel noch normal, aber Veränderungen des Fells, der Haut und oben beschriebene Kotkonsistenzirritationen in Verbindung mit Blähungen treten auf.
Mit fortschreitender Erkankung werden auch die mikrobiellen Verdauungsvorgänge von Kohlenhydraten und Eiweißen im Dickdarm blockiert und ein Abmagerungsprozess setzt ein.
Die durch die mangelnde Verdauungsfähigkeit ausgelöste verminderte Aufnahme von Nährstoffen zieht neben einer Abmagerung des Hundes auch das Absetzen von großen Mengen an Kot nach sich.
Je nach Schweregrad der Erkrankung werden die fehlenden Verdauungsenzyme in Form von Pulver etc. über das Futter gegeben, um die ungenügende körpereigene Produktion auszugleichen.

Wie erkenne ich die Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) bei meinem Hund?
In der Regel werden zu Beginn einer EPI Erkrankung nur Verdauungsstörungen und eventuell Haut- und Fellprobleme beim Hund festgestellt. Mit fortschreitender Erkrankung setzt eine vermehrte Abmagerung bei sehr gutem Appetit und einem ungewöhnlich hohen Futterbedarf ein.
Durch die mangelnde Verdauungstätigkeit bedingt wird ein großer Teil der aufgenommenen Futtermenge in Form von großen Kotmengen ungenügend verdaut wieder ausgeschieden. Der Kot, den man auch als „Fettstuhl" bezeichnet, ist in der Regel voluminös, gelblich gefärbt, fettglänzend, schaumig, häufig durchfällig und enthält meistens Anteile an unverdauten Futterbestandteilen.
In vielen Fällen neigt der Hund neben breiiger Kotkonsistenz auch zu periodisch wiederkehrenden Durchfällen. Der Kot wird entweder in häufigen, kleineren oder auffällig großen, voluminösen Mengen abgesetzt. In Verbindung mit diesen Symptomen treten ebenfalls gehäuft Blähungen, Bauchkollern und andere Verdauungsstörungen wie Erbrechen etc. auf.

 Ursachen für die Exokrine-Pankreasinsuffizienz (EPI)

Fütterungsunabhängige Ursachen

  • Vererbung
    Die sogenannte chronisch exokrine Pankreasinsuffizienz (CPI) ist als eine vererbte Erkrankung insbesondere beim Deutschen Schäferhund – selten bei anderen Rasssen – bekannt. Sie tritt im Alter von 1-4 Jahren auf, wobei es infolge einer Atrophie der Bauchspeicheldrüse zu den typischen Krankheitssymptomen kommen kann.
  • Primäre Zerstörung der Zellen durch Verletzungen oder Krebs
    Relativ selten ist die EPI auf Verletzungen der Bauchspeicheldrüse selbst bzw. eines Bauchspeicheldrüsenkrebses zurückzuführen.
  • Folge von Infektionen oder akuten Bauchspeicheldrüsenentzündungen
    In seltenen Fällen kann es als Folgeerscheinung von Infektionen oder aber einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) zu einer Zerstörung der verdauungsenzymproduzierenden Zellen und somit zu EPI kommen.
  • Folge von Hormonstörungen bzw. Hormontherapien
    Da die Bauchspeicheldrüse in das Hormonsystem des Organismus eingegliedert ist, können Hormonstörungen bzw. hormonell bedingte Erkrankungen wie z. B. Schilddrüsenprobleme sekundär auch zu Funktionsstörungen des Pankreas führen. Dies bedeutet gleichzeitig aber auch, dass übermäßig hohe bzw. übermäßig lang anhaltende Hormontherapien z. B. mit Kortison, Progestagenen (Läufigkeitsbeeinflussungen) etc. das Risiko einer Irritation der Bauchspeicheldrüsenfunktion in sich tragen.

Fütterungsabhängige Ursachen
Grundsätzlich gibt es drei fütterungsabhängige Faktoren, die zu einer Schädigung der Bauchspeicheldrüsenfunktion in Form einer EPI führen können.

  • Überfütterung und/oder falsches Gesamtnährstoffverhältnis
    Wird ein Hund über längere Zeit entweder generell mit einer zu hohen Futtermenge gefüttert oder aber auch z. B. mit einem zu hohen Eiweiß- oder Fettgehalt in der Tagesgesamtration versorgt, kann – selbst bei angemessener Futtermenge – u. a. die Funktionstüchtigkeit der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt werden. Hierbei versucht die Bauchspeicheldrüse anfangs durch eine vermehrte Produktion und Zurverfügungstellung von Verdauungsenzymen dem hohen Aufkommen an Nährstoffen gerecht zu werden. Dauert die Überversorgung über einen längeren Zeitraum an oder liegen gleichzeitig noch andere begünstigende Umstände vor, kann es zu einer sogenannten Erschöpfungsatrophie kommen. Das bedeutet, dass sich die Bauchspeicheldrüse mit der übermäßigen Produktion von Verdauungsenzymen derart verausgabt hat, dass sie unter Verlust von sekretproduzierenden Zellen kapitulieren muss.
    Der Verlust der sekretproduzierenden Zellen zieht natürlicherweise eine verminderte Produktion von Verdauungsenzymen und diese wiederum Störungen in der Verdauungstätigkeit und Nährstoffversorgung nach sich. Wichtig ist zu bedenken, dass auch eine falsch zusammengesetzte Futterration insbesondere bei einem zu hohen Gesamteiweißgehalt (z. B. bei übermäßiger Fütterung von Trockenfleischprodukten) neben vielen anderen Problemen zu einer Überlastung der Bauchspeicheldrüse führen kann.
    Auch die Verfütterung von Hundetrockenfutter mit Rohfettgehalten um 20% oder die im Schlittenhundbereich beliebte Fütterung von Rationen mit dementsprechend hohen Fettgehalten kann neben der extremen Leberbelastung u. U. auch die Bauchspeicheldrüse schädigen.
  • Minderwertige und schwerverdauliche Futterkomponenten
    Wird ein Hund über einen längeren Zeitraum mit minderwertigen Futterkomponenten gefüttert, kann es durch die vermehrte Belastung der Bauchspeicheldrüse ebenfalls zu einer EPI kommen.
  • Minderwertige oder toxinhaltige Fette
    Enthält das Hundefutter minderwertige, ranzige oder toxinhaltige (z. B. durch chemische Antioxidantien belastete) Fette, so kann dies infolge einer Leberüberlastung ebenfalls zu einer Beeinflussung der Verdauungsenzymproduktion der Bauchspeicheldrüse führen. Werden dem Organismus ausschließlich und/oder in großer Menge minderwertige Fette zugeführt, so wird die Leber vor den schädigenden Folgen geschützt, indem der Organismus die Fette auf schnellstmöglichem Wege aus dem Verdauungstrakt entfernt. Hierzu ist eine hormonell gesteuerte verringerte Produktion von Verdauungsenzymen (Lipase) der schnellste Weg, da unverdautes Fett, das in den Dickdarm gelangt, zu breiigem Kot bzw. Durchfällen führt und die Fette schnell entsorgt sind. Die Bauchspeicheldrüse stellt sich u. U. in Form einer verringerten Produktion von Lipase auf die dauernde Fütterung von ungeeigneten Fetten ein, was der Beginn einer EPI sein kann.
  • Pflanzliche Eiweißträger
    Eine besondere Stellung nehmen in diesem Zusammenhang die pflanzlichen Eiweißträger wie z. B. Sojaprodukte ein, die schwerverdauliche und/oder minderwertige Eiweiße zur Verfügung stellen. Sie werden in manchen Futtermitteln aus finanziellen Gründen als Ersatz für tierische (teurere) Eiweißträger wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte eingesetzt.
    Grundsätzlich sind die pflanzlichen Eiweiße für den Verdauungstrakt des Hundes weitaus schwieriger zu verdauen als Eiweisse tierischer Herkunft, sogar wenn hochwertige Futterkomponenten Anwendung finden. Aus diesem Grund sollte der Eiweißbedarf des Hundes generell in erster Linie aus hochwertigen tierischen Eiweißträgern und nicht aus pflanzlichen Komponenten gedeckt werden.
  • Soja- und Sojanebenprodukte
    Relativ häufig Anwendung im Hundetrocken- und auch Dosenfutter finden Sojaerzeugnisse, bei denen neben der grundsätzlich vorhandenen (wie oben beschrieben) belastenden Wirkung auf die Verdauungstätigkeit zudem noch andere Faktoren den Einsatz als Futterkomponente im Hundefutter fragwürdig machen.
    Diese umstrittene Futterkomponente enthält nachgewiesenermaßen sogenannte Trypsinhemmstoffe (Stoffe, die die Aktivität des von der Bauchspeicheldrüse produzierten Verdauungsenzyms Trypsin hemmen und so auf Dauer zu Mangel- bzw. Fehlversorgungen im Eiweißstoffwechsel führen können), deren schädigende Wirkung angeblich weitestgehend durch das Herstellungsverfahren bedingt behoben sein soll. Darüber hinaus weisen Sojaprodukte einen hohen Anteil an Saponinen und Lectinen auf, die zu einer nachhaltigen Schädigung der Darmschleimhaut führen können, was wiederum negative Auswirkungen auf den gesamten Verdauungstrakt haben kann.
    Auch die nachweislich in Sojaerzeugnissen enthaltenen pflanzlichen Hormone die sogenannten Phytoöstrogene sind biologisch aktiv für den Hundeorganismus und können zu einer Beeinträchtigung des hormonellen Systems und darum auch des Pankreas führen.
  • Eiweißextrakte – Glutene - Kleber
    Der Einsatz von sogenannten pflanzlichen Eiweißextrakten (deklariert z. B. als Weizeneiweiß, Weizeneiweißextrakt, Maiskleber, Weizengluten etc.) ist in vielen Futtermitteln zu verzeichnen.
    Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein Futtermittel, das aus der Zwischenschicht - der sogenannten Kleberschicht – die zwischen der Außenhülle und dem Mehlkörper eines Getreidekorns liegt – gewonnen wird. Diese Kleberschicht ist sehr eiweißhaltig und fällt als Abfallprodukt bei der Erzeugung von Mehl an.
    Normalerweise ist der Gehalt an Kleber bei einer natürlichen Fütterung für den Hundeorganismus relativ gering, vorausgesetzt das ganze Korn wird verwendet. Bei einem ausgewogen zusammengesetzten Futter und Einsatz des Getreides in Form des ganzen Korns stellt der Kleber – in dieser natürlichen Konzentration – für den Hund kein Problem dar.
    Erst in dem Moment, indem diese Kleberschicht hochkonzentriert als Extrakt dem Futter zugesetzt wird, um hochwertige tierische Eiweißträger zu sparen, entstehen verdauungstechnische und auch immunologische Probleme. Die Belastung der Verdauungssorgane und somit auch der Bauchspeicheldrüse ist um ein Vielfaches höher als wenn hochwertige tierische Eiweiße zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus ist auch die allergene Wirkung der unnatürlich hohen Gehalte an Gluten seit langem für Hund und Mensch bekannt.
  • Schälkleien
    Bei Schälkleie handelt es sich ebenfalls um ein Abfallprodukt, bei dem die Außenhülle des Korns aus der Müllereiindustrie verwendet wird. Auch bei Schälkleien entstehen ähnliche Probleme wie bei den gerade beschriebenen pflanzlichen Eiweißextrakten. Hinzu kommt hierbei allerdings noch zusätzlich ein weitaus höherer Anteil an Rohfaser, der die Verdaulichkeit des Futtermittels noch einmal verschlechtern kann.
  • Minderwertige tierische Eiweißträger
    Minderwertige tierische Eiweißträger erfordern zum einen eine vermehrte Aktivität der Bauchspeicheldrüse. Zum anderen kann es durch die generell erschwerte Verdauungstätigkeit auch zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen, die ebenfalls die Bauchspeicheldrüse belasten.
  • Hormonelle Funktionsstörungen durch synthetische Zusatzstoffe
    Synthetische Zusatzstoffe sollten in diesem Zusammenhang in zwei Gruppen und zwei Wirkungsarten auf die Verdauungstätigkeit insbesondere die Bauchspeicheldrüse eingeteilt werden.
  • Antioxidantien wie BHT, BHA, Ethoxyquin, Konservierungs-, Lock-, Aroma- und Geschmacksstoffe
    Bei diesen chemischen Substanzen ist in der Regel u. a. von einer darmschleimhautreizenden und belastenden Wirkung auszugehen, wodurch erhebliche Irritationen der gesamten Verdauungstätigkeit hervorgerufen werden können. So sind Wechselwirkungen innerhalb der Verdauungsenzymtätigkeit und somit auch Bauchspeicheldrüsenirritationen nicht auszuschließen.
  • Synthetische Vitamine
    Synthetische Vitamine haben im Gegensatz zu den natürlichen Vitaminen(nähere Infos Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen) den erheblichen Nachteil, dass sie auf unnatürliche Weise u. a. in die hormonelle Regulation der Tätikeit der Verdauungsenzyme eingreifen.So besteht die Gefahr, dass nicht nur hormonelle Dysfunktionen genereller Art sondern auch Bauchspeicheldrüsenfunktionsstörungen ausgelöst werden können.

Risiko: Verdauungsenzyme im Futter bei Hunden ohne EPI

Was verbirgt sich hinter dem Werbeslogan „enthält durchfallverhindernde Stoffe"?

In der letzten Zeit hört und liest man vermehrt, dass einige Hersteller sogenannte „durchfallverhindernde Stoffe" in ihr Futter einmischen und auch offen damit werben. Leider bleibt gänzlich ungeklärt, was man nun darunter zu verstehen hat. Diese durchfallverhindernden Stoffe sollen den Hundebesitzer bzw. seinen Hund vor den leider weit verbreiteten Durchfallproblemen und Verdauungsstörungen u. a. auch prophylaktisch schützen.

Im Nutztierbereich(Schweinefütterung) ist seit Jahren bei jungen Ferkeln zur Steigerung der Futterverwertung (einer Verbesserung der Nährstoffaufnahme) und zur Vermeidung von Futterumstellungsproblemen der Einsatz von Verdauungsenzymen (Lipase/Amylase/Peptidasen) erlaubt und gebräuchlich. Der Einsatz beschränkt sich in der Schweinefütterung in der Regel auf Futterumstellungsphasen und ist somit zeitlich begrenzt. Futtermittelrechtlich gesehen ist die Verwendung von Verdauungsenzymen im Hundefutter ebenfalls erlaubt.

Was bewirken von außen durch das Futter zugeführte Verdauungsenzyme im Organismus, wenn sie überflüssig sind?

Werden dem Futter Verdauungsenzyme beigemengt, geht der Bedarf an selbstproduzierten Verdauungsenzymen im Darm abhängig von der jeweils zugeführten Menge zurück. Das bedeutet, die Bauchspeicheldrüse reduziert die Produktionsmenge an Enzymen bzw. im Extremfall wird die Produktion komplett eingestellt.
Auf Dauer kommt es zu einem Untergang der sekretproduzierenden Zellen und das Tier ist dann ein Leben lang auf die äußere Zufuhr durch die Nahrung angewiesen. Ist dieser Prozess erst einmal in Gang gekommen, kommt er selten zum Stehen und der Hund erkrankt trotz der über das Futter zugeführten Enzyme infolge des stetigen Fortschreitens der Reduzierung der körpereigenen Enzymproduktion bzw. einer Bauchspeicheldrüsenatrophie.

Was würde der Einsatz von Verdauungsenzymen im Futter beim Hund bewirken?

Grundsätzlich würde auch beim Hund die körpereigene Produktion von Verdauungsenzymen in Abhängigkeit der über das Futter verabreichten Menge an Enzymen selbstständig reduziert und im schlimmsten Fall ganz eingestellt werden. Würde bei einem Futterwechsel auf ein Futter umgestellt, das frei von diesen Enzymen wäre, träten erhebliche Verdauungsprobleme auf, die bei einer Rückumstellung auf das alte Futter sofort wieder verschwinden würden. Da beim Hund, im Gegensatz zum Nutztierbereich, die Enzymgaben dauernd verabreicht würden, wäre durch den massiven Eingriff in die hormonellen Regulationsmechanismen der Verdauungstätigkeit auf Dauer mit ernsthaften Erkrankungen zu rechnen. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass man in diesem Fall einen an sich gesunden Hund krank und abhängig machen würde.
Und wer möchte seinen Hund schon grundsätzlich abhängig von einem Futterzusatz machen auch in Anbetracht der Tatsache, dass aufgrund einer anderen Erkrankung, eine Futterumstellung dringend nötig sein könnte?

Medizinisch verordnete Zufuhr von Verdauungsenzymen

Leichte EPI Fälle
Leichte Fälle von EPI, die sich durch Unregelmäßigkeiten in der Verdauung z. B. in Form von breiiger, hellgefärbter Kotkonsistenz, bzw. periodisch wiederkehrenden Durchfällen, stumpfem Fell etc. bei gleichzeitig aber noch gutem Futterzustand und gutem Allgemeinbefinden äußern, sollten möglichst ausschließlich über die Umstellung der Fütterung und die Einhaltung bestimmter Grundregeln einreguliert werden.

Der zu frühzeitige Einsatz von Verdauungsenzymen als Zugabe zum Futter kann u. U. zu einer Verschlimmerung der Erkrankung führen, da die körpereigene Produktion reduziert bzw. eingestellt wird, wenn bedingt durch die äußere Zufuhr immer genügend Enzyme zur Verfügung stehen.

Auf Dauer kann es dadurch zum Schwund der verdauungsenzymproduzierenden Bauchspeicheldrüsenzellen kommen, so dass die Erkrankung verschlimmert und eine Regeneration wesentlich erschwert wird. Aus diesem Grund sollte in diesen Fällen unbedingt der Erfolg einer Spezialdiät abgewartet werden.

Mittelgradige EPI Fälle
Bei mittelgradigen EPI Fällen, in denen diätetische Maßnahmen allein nicht mehr ausreichen, werden in der Regel Verdauungsenzyme dem Futter direkt bei der Fütterung oder ca. 4 Stunden vor der Fütterung (zum Zwecke der Vorverdauung) beigegeben.
Bei dieser Substitution ist es von großer Wichtigkeit, dass die Menge passend eingestellt und immer wieder neu dem aktuellen Gesundheitszustand angepasst wird.

In vielen Fällen, in denen sich die Bauchspeicheldrüse regeneriert, treten bei Beibehaltung der gleichen Enzymmenge wiederum Verdauungsstörungen und andere Symptome ein, die durch eine Reduzierung der Enzymmenge sofort wieder behoben werden können. Leider wird in der Praxis häufig bei Aufkommen von Verdauungsstörungen sofort die Enzymmenge erhöht, da von vornherein von einer Verschlimmerung der Erkrankung ausgegangen wird. Dies ist oft der falsche Weg.

Was Sie wissen sollten.....
Die meisten Besitzer von Hunden mit mittelgradiger EPI, die nach einer Fütterungsumstellung die Enzymmenge stetig in minimalen Einheiten senken und dies ohne Probleme können, schaffen es, ihren Hund auf die genau notwendige Menge an Verdauungsenzymen einzustellen und erhalten dem Hund so die Chance auf eine zumindest teilweise Regeneration der Bauchspeicheldrüsenfunktion. Uns sind sogar Fälle bekannt, in denen durch die konsequente Einhaltung einer Diät und schrittweiser Einschränkung der Enzymmenge nach Ablauf einer längerer Zeit eine Fütterung ohne den Zusatz von Verdauungsenzymen wieder möglich wurde.

Hochgradige EPI Fälle
Grundsätzlich sollte in Fällen von hochgradiger EPI neben einer Diät das Gleiche wie unter dem Punkt „mittelgradige EPI Fälle" aufgeführte beachtet werden. Denn auch hier sollte man durch die ständige Kontrolle die Zufuhrmenge an Enzymen dynamisch halten, um die nur funktionsgestörten aber noch regenerierbaren Zellen eventuell wieder zu aktivieren.
Ist ein Hund sehr schwer an EPI erkrankt, so kann die Erkrankung leider einen derart heftigen Verlauf nehmen, dass eine Regeneration nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen ist der Hund sein Leben lang auf die äußere Zufuhr angewiesen und die Gefahr eines frühzeitigen Todes ist leider auch gegeben.

Fütterung von Hunden mit Exokriner Pankreasinsuffizienz

Was sieht das Marengo Fütterungskonzept für Hunde mit EPI vor?
Grundsätzlich sollte eine Futtereinstellung in Abhängigkeit des Schweregrades der vorliegenden Erkrankung, des Futterzustandes und der eventuellen Beigabe von Verdauungsenzymen erfolgen. Aus diesem Grund werden wir unterschiedliche Fütterungsvorschläge erstellen. Es gibt aber einige grundsätzliche Kriterien, die generell beachtet werden sollten.

Fettversorgung
Da bei einer EPI die Fettverdauung als erstes und in der Regel am meisten beeinträchtigt ist, sollte die Fütterung von EPI erkrankten Hunden insgesamt fettarm sein.
Fette und Öle werden vom gesunden Hund grundsätzlich leicht und zu einem hohen Prozentsatz verdaut. In sich stabile tierische Fette zeigen allerdings im Gegensatz zu den pflanzlichen Fetten eine etwas niedrigere Verdaulichkeit, da sie keine oder nur wenige ungesättigte Fettsäuren enthalten.
Um bei niedrigem Gesamtfettgehalt den Fettbedarf des EPI erkrankten Hundes decken zu können, sollte aus diesem Grund der überwiegende Teil über hochwertige, pflanzliche Fette, die einen hohen Anteil an essentiellen (lebensnotwendigen) Fettsäuren enthalten, zur Verfügung gestellt werden. Auch in der Praxis hat sich gezeigt, dass EPI Hunde u. U. eine erhöhte Empfindlichkeit zeigen können, wenn sie mit einem zu hohen Anteil an tierischem Fett gefüttert werden.

Proteinversorgung
Der EPI kranke Hund sollte ausschließlich hochverdauliche Eiweißträger auf seinem Speiseplan wiederfinden, einmal um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten, zum anderen, um die Eiweißversorgung nicht zu gefährden. Hierzu ist es notwendig, dass Fleisch-, Fisch– und Milchproduktquellen einen hohen Anteil an essentiellen (lebensnotwendigen) Aminosäuren (Eiweißbausteinen) wie z. B. Lysin und Methionin aufweisen, damit es nicht zu Mangel- bzw. Fehlversorgungen kommt.
Verzichtet werden sollte darauf, den Eiweißbedarf des Hundes über schwerverdauliche pflanzliche Eiweißträger wie Kleber bzw. Eiweissextrakte, Schälkleien, Sojaerzeugnisse etc. zu decken.
Die Höhe des Proteingehaltes sollte in Abhängigkeit der Schwere der Erkrankung und dem damit in der Regel verbundenen Futterzustand und einer eventuellen Enzymgabe zwischen 22%-27% einreguliert werden. Je magerer der Hund ist, desto wichtiger ist es, dass er wieder an Gewicht zulegt, ohne die Bauchspeicheldrüse zu überlasten. Aus diesem Grund sollten tendentiell Rohproteingehalte zwischen 24-27% bevorzugt werden. Bei normalgewichtigen Hunden sind Werte zwischen 22-24% angezeigt, damit es nicht – auch in Anbetracht einer eventuellen Enzymsubstitution – zu Übergewicht kommt.

Kohlenhydratversorgung
Kohlenhydrate sollten vornehmlich in Form von hochwertigem Getreide zur Verfügung gestellt werden, wobei Flocken in der Regel aufgrund der schweren Verdaulichkeit weniger bekömmlich und darum nicht geeignet sind. Vorzuziehen sind hochwertige Getreidesorten, die mit dem heute üblichen Herstellungsverfahren, der Extrusion, aufbereitet und daher leicht verdaulich für den Verdauungstrakt des Hundes sind. Alternativ können auch getreidefreie hochwertige Kohlenhydratquellen wie Kartoffelflocken, Maniokmehl,etc. zum Einsatz kommen.

Rohfasergehalt
Unter Rohfaser fasst man alle unverdauliche, pflanzliche Rohfaser zusammen. In der Hundeernährung ist die Rohfaser nicht identisch mit Ballaststoff. Die ausgewiesene Rohfaser ist zwar zu 100 % Ballaststoff, aber sie ist nur ein Teil des Ballaststoffes. Bei einem EPI erkrankten Hund sollte die Gesamtration in jedem Fall einen relativ niedrigen Rohfasergehalt aufweisen, um unnötige Verdauungsschwierigkeiten und Bauchspeicheldrüsenbelastungen zu vermeiden.

Keine synthetischen Zusatzstoffe
Wenn Hunde an EPI erkranken, sollte auf alle verdauungsbelastenden Substanzen in der Fütterung verzichtet werden. Hierzu zählen wie oben schon näher ausgeführt sowohl chemische Zusatzstoffe wie BHA, BHT, Ethoxyquin, Konservierungsstoffe, Lock-, Aroma- und Geschmacksstoffe als auch synhetische Vitamine und Spurenelemente.
Neben dem Risiko der direkten Schädigung der Darmschleimhaut und der Verdauungsorgane besteht ebenfalls die Gefahr über die hormonellen Irritationen der Verdauungsenzymtätigkeit, unerwünschte Krankheitssymptome hervorzurufen oder zu fördern.

Ungewollte Futteraufnahme
Ein relativ wichtiger Gesichtspunkt bei der Fütterung von EPI erkrankten Hunden ist das Thema der ungewollten Futteraufnahme bzw. dem Aufnehmen von schwerverdaulichen, belastenden Substanzen wie z. B Kadaver, Kot, etc. beim Spazierengehen. Grundsätzlich liegt die Neigung zum Kotfressen – insbesondere der Exkremente von Pflanzenfressern – in der Natur des Hundes und muss zwar als unangenehm aber auf keinen Fall immer als krankhaft eingestuft werden.
Jeder weiß, wieviel konsequente Erziehungsarbeit es kostet, den Hunden, die diesem Hobby nachgehen, eine andere Verhaltensweise anzuerziehen. Neben der vorhandenen instinktiven Neigung kann es gesundheitliche Umstände geben, in denen der Hund z. B. wegen Hunger, Verdauungsstörungen, Hormonumstellungen etc. vermehrt eine Neigung zu diesem Verhalten hat.
Kotfressen kann u. a. ein Zeichen für eine gestörte Mikroflora im Darm bzw. auch als Reaktion auf eine vom Hund empfundene Übelkeit oder auch eines allgemeinen Unwohlseins z. B. durch eine akute Stoffwechselüberlastung ausgelöst sein. Der Hund versucht in diesen Fällen durch die Aufnahme von z. B. Kot oder Erde seine Darmflora zu sanieren bzw. möchte instinktiv sein Unwohlsein kompensieren.
Da bei einer EPI von Anfang an bereits eine Störung der Mikroflora vorliegt, neigt der EPI erkrankte Hund vermehrt dazu, Kot und anderen Unrat aufzunehmen. Leider ist es aber gerade bei diesen Hunden in der Regel so, dass der Verdauungstrakt auf diese Substanzen aufgrund der annähernden Unverdaulichkeit bzw. der häufig vorhandenen Toxin(Gift)belastung mit mittelgradigen bzw. schweren Symptomen reagiert.

Aus diesem Grund ist es unumgänglich, dem EPI erkrankten Hund die Aufnahme von Kot und Unrat abzugewöhnen und über die Einstellung der Fütterung Einfluss auf die Gesundung der Darmflora zu nehmen.

Selbstergänzungen und Leckereien
Grundsätzlich sollte auf Selbstergänzungen zum aufgestellten Futterplan auch in Form von Gemüse, Quark, etc. verzichtet werden, um das Gesamtnährstoffverhältnis der Tagesration nicht zu verändern.
Dies gilt auch für die Gabe von Trockenfleischprodukten und Hundekuchen etc.. Als Belohnung sollte auf die Futterringe der jeweils gefütterten Marengo Sorte z. B. Marengo Country oder die Marengo Fun-Kuchen zurückgegriffen werde. Diese Belohnung kann relativ unkompliziert durch ein kurzes Abwiegen in die Tagesgesamtration eingerechnet werden.

Fütterungstechnik
Um den Bedarf an Verdauungsenzymen relativ konstant zu halten und so eine Überlastung der Bauchspeicheldrüse zu vermeiden, sollten alle EPI erkrankten Hunde mit 3-4 Mahlzeiten am Tag versorgt werden. Dies gilt auch für den Fall, dass Verdauungsenzyme nötig sind. Sprechen Sie mit dem behandelnden Tiermediziner die Art der Verabreichung und die Dosierung ab, damit es nicht zu unerwünschten Reaktionen kommt.

Futtermenge
Die Futtermenge muss wie bei allen anderen Hunden auch individuell in Abhängigkeit insbesondere des Futter- und Gesundheitszustandes vom Besitzer einreguliert werden.

 Praktische Fütterung von Hunden mit EPI

Marengo Bio beef + Marengo Country
geeignet für leichte, mittelgradige und schwere EPI Fälle
Marengo Bio beef sind rohproteinreich und relativ fettarm und kommen so pankreaserkrankten Hunden sehr entgegen. Durch die Kombinationsfütterung mit Marengo Country ist eine optimale und auch individuelle Einstellung des angemessenen Protein- und Fettgehaltes problemlos möglich, der streng eingestellt und gehalten werden kann (im Gegensatz zu ständig wechselnden Werten bei selbstgewählten Eiweissträgern). So kann sowohl ein abgemagerter Hund als auch ein normalgewichtiger Hund angemessen versorgt werden. Durch die gleichbleibende Qualität des Fleisches von Marengo Bio beef ist das Risiko von Unverträglichkeitserscheinungen auf bestimmte Eiweissträger, die u. U. zu ungewollten Beschwerden führen können, nicht gegeben.
Marengo Country enthält ausschliesslich pflanzliche Fette und Marengo Bio beef sind relativ fettarm, so dass die Menge an tierischen Fetten in den Rationen niedrig gehalten werden kann, was bei EPI erkrankten Hunden von Wichtigkeit ist.

Die Einstellung bzw. das Errechnen des Protein- und Fettgehaltes der Ration bei selbstgewählten Eiweissträgern ist relativ schwierig, so dass dadurch bedingt mit erheblichen Schwankungen gerechnet werden muss. Darüber hinaus müsste peinlich genau auf eine gleichbleibende Qualität der gefütterten Eiweissquellen geachtet werden, um Unverträglichkeitserscheinungen bedingt durch Qualitätsschwankungen auszuschliessen. Dies ist gerade bei grösseren Rassen, die einen hohen Futterbedarf haben, in der Praxis nicht selten schwer zur realisieren. Darum empfehlen wir in allen EPI Fällen grundsätzlich die Kombination von Marengo Bio beef + Marengo Country oder alternativ die Fütterung des Marengo Hundealleinfutters.

Fütterungsalternative mit Marengo Hundetrockenfutter für EPI Hunde ohne Enzymbeigabe
Grundsätzlich kann man natürlich auch EPI erkrankte Hunde ausschliesslich mit Marengo Hundetrockenfutter füttern. Da die Eiweisse durch das Herstellungverfahren bedingt für den Hund in Futterringform besser verwertbar sind als bei Rohfleisch- bzw. Kochfleischfütterung, wird der Rohproteingehalt der Ration grundsätzlich etwas niedriger eingestellt als bei einer Ration mit Marengo Country + Marengo Beef bzw. selbstgewählte Eiweissträger. Auch diese Art der Fütterung hat sich in der praktischen Fütterung von EPI erkrankten Hunden bereits vielfach bestens bewährt.

Diäten für EPI Hunde ohne Enzymbeigabe

Marengo Beef + Marengo Country

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

normalgewichtige Hunde magere Hunde
Marengo Bio beef + Marengo Country
in einem Verhältnis von 40% zu 60%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 23,0%
Fett i. d. TS. 8,2%
Marengo Bio beef + Marengo Country
in einem Verhältnis von 45% zu 55%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 24,6%
Fett i. d. TS. 8,7%

Marengo Bio beef + Marengo Country

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

normalgewichtige Hunde magere Hunde
Marengo Bio beef + Marengo Country
in einem Verhältnis von 50% zu 50%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 23,0%
Fett i. d. TS. 8,5%
Marengo Bio beef + Marengo Country
in einem Verhältnis von 55% zu 45%
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein i. d. TS. ca. 24,5%
Fett i. d. TS. 8,8%

Fütterungsalternative mit Marengo Hundetrockenfutter

Marengo Premium + Marengo Country
Als Alternative zu der Kombinationsfütterung
von Marengo Country + Marengo Bio beef
bzw. Marengo Bio beef kann für normalgewichtige
Hunde, die keine Enzymbeigaben erhalten, eine
Kombinationsfütterung von 2/3 Marengo Premium
+ 1/3 Marengo Country vorgenommen werden.
Hierbei muss der Futterzustand wie immer über die absolute Gesamtfuttermenge einreguliert werden.
Rohprotein ca. 20%, Rohfett ca. 10%.

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

75% Marengo Premium + 25% Marengo Country
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt auf 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein ca. 20%, Rohfett ca. 10%.

Diäten für EPI Hunde, die Enzymbeigaben erhalten

In der Regel handelt es sich bei den Hunden, die Enzymgaben erhalten um mittelgradige bis hochgradige EPI Fälle. Bei einer optimalen Einstellung der Enzymbeigaben und immer vorausgesetzt, dass diese auch ihre gewünschte Wirkung zeigen, müssen die EPI erkrankten Hunde ganz normal wie gesunde Hunde gefüttert werden. Damit die zugesetzten Enzyme auch im Verdauungstrakt tätig werden können, benötigen sie zur Bearbeitung Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate, die nur zur Verfügung stehen, wenn ein hochwertiges, angemessen zusammengesetztes Futter gefüttert wird.
Leider gibt es aber immer wieder Fälle, in denen die Enzymwirkung nicht optimal ist. Für diese Hunde ist eine individuelle Einregulierung des Futterplans notwendig. Gerne beraten wir Sie hierzu.

Die passende Gesamtfuttermenge für Ihren Hund entnehmen Sie bitte den Tabellen unter Futtermenge

1. Marengo Premium oder Marengo Classic
Als Alternative zu der Kombinationsfütterung von Marengo Country + Marengo Bio beef / Bio beef kommen für die normalgewichtigen EPI Hunde Marengo Classic und für die mageren EPI Hunde Marengo Premium in Betracht.
Zusätzlich muss der Futterzustand über die absolute Gesamtfuttermenge einreguliert werden.
2- 4 Mahlzeiten am Tag
2. Marengo Bio beef + Marengo Country
50% Marengo Bio beef + 50% Marengo Country
ausgehend von der Gesamtfuttermenge
verteilt 2 - 4 Mahlzeiten pro Tag
Rohprotein ca. 23,0%, Rohfett ca. 8,2%.

Copyright by Marengo - EnRa GmbH&Co.KG
Aktualisiert April 2011

Diätvorschläge bei der Fütterung von Marengo Country + Wildhappen oder selbst gewählten Proteinquellen mit in der Schweiz erhältlichen Rohprodukten:

1. Fütterungspläne für Hunde, die keine Enzymbeigaben erhalten

Um Schwankungen der Nährstoffgehalte Protein und Fett zu vermeiden, empfehlen wir die Mischung Marengo Country und Wildhappen, reines Hirschmuskelfleisch (Lebensmittelqualität 1A) in der Schweiz hergestellt. Die leicht veränderten Mengenangaben bei den Diätvorschlägen resultieren aus dem höheren Proteingehalt des reinen Hirschmuskelfleisches.

Diätvorschläge für normalgewichtige EPI Hunde ohne Enzymbeigabe
Fütterungsportion bitte unbedingt anhand des Körpergewichts des Hundes individuell berechnen, siehe Tabelle am Ende der Fütterungsvorschläge.

70% Marengo Country + 30% Wildhappen (CH-Produkt, reines Hirschmuskelfleisch)
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
280g Marengo Country + 120g Wildhappen
4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  70g Marengo Country + 30g Wildhappen
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 7,4%.

50% Marengo Country + 50% mageres Muskelfleisch °
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
200g Marengo Country + 200g mageres Muskelfleisch
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 50g Marengo Country + 50g mageres Muskelfleisch
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24%, Fett ca. 6%.

55% Marengo Country + 45% Magerquark
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
220g Marengo Country + 180g Magerquark
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  55g Marengo Country + 45g Magerquark
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 5%

65% Marengo Country + 35% Geflügelbrust
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
260g Marengo Country + 140g Geflügelbrust
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 65g Marengo Country + 35g Geflügelbrust
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24%, Fett ca. 5,5%

55% Marengo Country + 45% Schellfisch*
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
220g Marengo Country + 180g Schellfisch*
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 55g Marengo Country + 45g Schellfisch*
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 4,5%

Diätvorschläge für magere EPI Hunde ohne Enzymbeigabe
Fütterungsportion bitte unbedingt anhand des Körpergewichts des Hundes individuell berechnen, siehe Tabelle am Ende der Fütterungsvorschläge.

65% Marengo Country + 35% Wildhappen (CH-Produkt, reines Hirschmuskelfleisch)
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
260g Marengo Country + 140g Wildhappen
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 65g Marengo Country + 35g Wildhappen
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 24,4%, Fett ca. 7,8%

55% Marengo Country + 45% mageres Muskelfleisch °
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
220g Marengo Country + 180g mageres Muskelfleisch
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 55g Marengo Country + 45g mageres Muskelfleisch
Tagesgesamtgehalte: Eisweiss ca. 26%, Fett ca. 7,9%

50% Marengo Country + 50% Magerquark
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
200g Marengo Country + 200g Magerquark
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 50g Marengo Country + 50g Magerquark
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 25,5%, Fett ca. 4,8%

50% Marengo Country + 50% Schellfisch*
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
200g Marengo Country + 200g Schellfisch*
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit 50g Marengo Country + 50g Schellfisch*
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 25,5%, Fett ca. 4,3%

2. Diätvorschläge für Hunde, die Enzymbeigaben erhalten mit Marengo Country + Wildhappen oder selbst gewählte Eiweissträger
Fütterungsportion bitte unbedingt anhand des Körpergewichts des Hundes individuell berechnen, siehe Tabelle am Ende der Fütterungsvorschläge.

70% Marengo Country + 30% Wildhappen (CH-Produkt, reines Hirschmuskelfleisch)
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
280g Marengo Country + 120g Wildhappen
4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  70g Marengo Country + 30g Wildhappen
Tagesgesamtgehalte: Eiweiss ca. 23,5%, Fett ca. 7,4%.

50% Marengo Country + 50% Muskelfleisch, mittlerer Fettgehalt
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
200g Marengo Country + 200g Muskelfleisch, mittlerer Fettgehalt
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  50g Marengo Country + 50g Muskelfleisch, mittlerer Fettgehalt
Eiweissgehalt: ca. 23,5%, Fettgehalt: ca.13,5%

65% Marengo Country + 35% Geflügelbrust
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
260g Marengo Country + 140g Geflügelbrust
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  65g Marengo Country + 35g Geflügelbrust
Eiweissgehalt: ca. 24 %, Fettgehalt: ca. 5,5%

60% Marengo Country + 40% Geflügelhälse
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
240g Marengo Country + 160g Geflügelhälse
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  60g Marengo Country + 40g Geflügelhälse
Eiweissgehalt: ca. 23,5 %, Fettgehalt: ca. 8%

55% Marengo Country + 45% Schellfisch*
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
220g Marengo Country + 180g Schellfisch
bei 4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  55g Marengo Country + 45g Schellfisch
Eiweissgehalt: ca. 23,5 %, Fettgehalt: ca. 4,5%

55% Marengo Country + 45% Magerquark
Beispiel: Tagesportion 400g entspricht:
220g Marengo Country + 180g Magerquark
bei
4 Mahlzeiten am Tag pro Mahlzeit  55g Marengo Country + 45g Magerquark
Eiweissgehalt: ca. 23,5 %, Fettgehalt: ca. 5%




° mageres Muskelfleisch; Rind-Listenfleisch gehackt, Rind-Siedfleisch gehackt (Fett wegschneiden lassen),
  Lamm-Laffe (gehackt), Kalbs-Stotzen oder Kalbfleisch-Abschnitte (gehackt),
  mageres Pferdefleisch (gehackt)


* Flunder, Flussbarsch, Hecht, Zander, Dorsch, Seelachs, Kabeljau.
  Verwenden Sie keine fettigen Fischsorten wie z.B. Hering

Kutteln (Pansen)und Lunge sind teilweise auf Vorbestellung erhältlich.
Fütterungsmengen 100% pro Tag mit Marengo Country  
Körpergewicht
des Hundes in kg
100% Marengo Country und
selbst gewählte Proteinquellen
 5 kg
150 gr
10 kg
240 gr
15 kg
300 gr
20 kg
370 gr
25 kg
440 gr
30 kg
490 gr
35 kg
540 gr
40 kg
600 gr
45 kg
640 gr
50 kg
680 gr
60 kg
730 gr
70 kg
770 gr
über 70 kg
800 gr
    Quelle: marengo.ch; Bonstetten